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In den 1920er Jahren entsprachen die Tanzkleider dem Vergnügen: Sie waren kurz, wie der Charleston, nach dem sie benannt sind; mit Materialien, die zur Musik klimperten und im elektrischen Licht glitzerten.

Tanzkleid N (26 H) 1/1997,24, ca. 1926 (Arbeitsfoto) © Museum Europäischer Kulturen / Christian Krug
Das Tanzkleid N (26 H) 1/1997,24 ist ein hervorragendes Beispiel dafür: Es ist aus elfenbeinfarbenem, glänzendem Kreppsatin-Stoff, den ein spitz zulaufender Überwurf ziert. Dieser besteht aus vielfach schimmerndem Material: gold- und silberfarbene Pailletten, Metallkugelketten, Glasperlen in Kugel- und Stabform sowie Schlaufenfransen.
Das Kleid stammt aus der Sammlung des Kostümbildners William Budzinski (1875-1950), dem 1999 die Ausstellung „Varieté und Revue“ gewidmet war. Sie zeigte 17 Kleider und Balltaillen aus dem MEK. N (26 H) 1/1997,24 war nicht darunter, weil es in sehr fragilem Zustand war.

Detail vom Tanzkleid N (26 H) 1/1997,24, ca. 1926 © Museum Europäischer Kulturen / Christian Krug
Das Seidengewebe des Kleides ist sehr brüchig, besonders an den schmalen Trägern. Daraus resultiert ein Gewebeverlust an verschiedenen Stellen. Grundsätzlich befinden sich zahlreiche Knicke im Gewebe. Über die gesamte Schmuck- bzw. Dekorfläche gibt es lose Perlen und Pailletten.
Das MEK möchte dem glitzernden, schillernden Tanzkleid die Aufmerksamkeit zurückgeben, für die es gemacht war, und wieder der Öffentlichkeit zeigen. Dafür ist eine Restaurierung notwendig, deren Gesamtkosten sich voraussichtlich auf circa 6.400 Euro belaufen.
Bereits in der Vergangenheit konnten wir nur dank der Hilfe des Vereins der Freunde des MEK ähnliche Objekte restaurieren. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich mit einer Spende an der Restaurierung beteiligten.
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